Baugenehmigung - Wohnhäuser und kleinere Sonderbauten


  Allgemein:
Eine Baugenehmigung ist der schriftliche Bescheid, dass ein Bauvorhaben (Abbruch, Errichtung, Änderung und/ oder Nutzungsänderung von Gebäuden und baulichen Anlagen) dem zurzeit geltenden öffentlichen Baurecht entspricht.
Das Gesetz (BauO NRW) sieht jedoch einige Ausnahmen vor (§§ 65, 66, 67). Verschiedene Vorhaben, z.B. ein Gartenhaus bis 30 Kubikmeter umbauter Raum, nicht überdachte Stellplätze bis 100 qm oder überdachte und nicht überdachte Fahrradabstellplätze bis insgesamt 100 qm sind genehmigungsfrei. Die materiellen baurechtlichen Vorschriften, wie Grenzabstände oder Festsetzungen eines Bebauungsplanes, sind auch hier zu beachten.

Eine Teilbaugenehmigung für die Baugrube und für einzelne Bauteile oder Bauabschnitte kann auf schriftlichen Antrag vor der eigentlichen Baugenehmigung erteilt werden.

Die Geltungsdauer einer Baugenehmigung ist auf drei Jahre begrenzt. Innerhalb dieser Zeit muss mit dem Bauvorhaben begonnen werden. Verzögert sich der Baubeginn, so kann die Baugenehmigung auf schriftlichen Antrag jeweils um ein Jahr verlängert werden.

Rechtsgrundlagen allgemein


  • Bauordnung des Landes Nordrhein- Westfalen (BauO NRW)
  • Sonderbauvorschriften
  • Allgemeine Verwaltungsgebührenordnung

Ihr Weg zur Antragstellung


Gebühren

Für die Baugenehmigung wird je nach Bauvorhaben eine Gebühr von 6- 13 ‰ der Rohbausumme fällig; mindestens jedoch 50,- €.

Unterlagen



  • Bauantragsformular mit Unterschrift des Bauherrn und des Entwurfsverfassers (2- fach)
  • Baubeschreibung (2- fach)
  • Brandschutznachweis (nicht bei Garagen und Einfamilienhäusern) (2- fach)
  • Betriebsbeschreibung bei gewerblicher Nutzung (2- fach)
  • Wohnflächenberechnung (2- fach)
  • Nutzflächenberechnung (2- fach)
  • Berechnung der Grundfläche/ Geschossflächen (2- fach)
  • Abstandsflächenberechnung (2- fach)
  • Berechnung des umbauten Raumes (2- fach)
  • Berechnung der Rohbau- und Herstellungskosten (2- fach) 
  • Stellplatznachweis (2- fach)
  • aktueller Lageplan (2- fach)
  • Grundrisse aller Geschosse (2- fach)
  • Schnitte (2- fach)
  • Ansichten (2- fach)
  • ggf. grafische Darstellung (z.B. bei Werbeanlagen) (2- fach)
  • ggf. Antrag auf Abweichung (2- fach)
  • ggf. Nachbarerklärung (2- fach)
  • ggf. statistischer Erhebungsbogen (1- fach) 
  • ggf. spätestens bei Baubeginn Nachweis Standsicherheit (1- fach) 
  • ggf. spätestens bei Baubeginn Nachweis Wärmeschutz (1- fach)
  • ggf. spätestens bei Baubeginn Nachweis Schallschutz (1- fach)

Die Aufzählung der notwendigen Unterlagen ist nicht unbedingt vollständig, da die Unterlagen bei den vielen verschiedenen Bauvorhaben/ Standorten/ Ausführungen variieren können. Es ist also durchaus möglich, dass das Bauordnungsamt weitere Unterlagen von Ihnen fordern wird.
Das Bauordnungsamt kann außerdem noch weitere Ausfertigungen des Bauantrages anfordern, um im Interesse des Antragstellers eine zügigere Bearbeitung zu gewährleisten, wenn noch weitere Ämter und Behörden beteiligt werden müssen. Dies ist aber eher eine Ausnahme.

Es hilft Ihnen weiter

Zuständige Organisationseinheiten