Pflegebedürftigkeit - ambulante Pflege [DL]

Hilfen bei ambulanter Pflege

Die Leistungen der Pflegeversicherung (SGB XI) gehen denen der Hilfe zur Pflege nach dem SGB XII vor.

Die Hilfe zur ambulanten Pflege soll vorrangig die häusliche Pflege und die Pflegebereitschaft durch Angehörige und Nachbarn unterstützen, damit die Pflegebedürftigen möglichst lange in ihrer häuslichen Umgebung bleiben können.

Die Hilfe zur Pflege umfasst:

  • Pflegegeld oder Pflegebeihilfen
  • Übernahme angemessener Kosten für einen Pflegedienst
  • Kostenübernahme für Pflegehilfsmittel (zum Verbrauch bestimmte Hilfsmittel wie z.B. saugende Bettschutzeinlagen) oder technische Hilfsmittel (wie z.B. Hausnotrufgeräte)
  • Kostenübernahme in ambulanten Wohngemeinschaften

 

Voraussetzungen:

 Ein Anspruch auf Hilfe zur Pflege nach dem SGB XII kann gegeben sein, wenn

  • eine Mitgliedschaft in der Pflegeversicherung nicht besteht oder die Vorversicherungszeit nicht erfüllt ist
  • die Pflegebedürftigkeit voraussichtlich nicht länger als 6 Monate andauert
  • die Leistungen der Pflegeversicherung nicht ausreichen um die angemessenen Kosten eines Pflegedienstes abzudecken
  • die Sachleistungen der Pflegekasse bereits durch einen Pflegedienst ausgeschöpft werden, und Angehörigen für die restliche Versorgung ein aufstockendes Restpflegegeld zusteht.

 

Die Leistungen der Hilfe zur ambulanten Pflege nach dem SGB XII sind abhängig vom Einkommen und Vermögen des Hilfesuchenden sowie seines Partners. Bei pflegebedürftigen Kindern ist auch das Einkommen und Vermögen der Eltern zu berücksichtigen.

Zum Einkommen zählen sämtliche Einkünfte, die erzielt werden (z.B. Renten, Mieten, Erwerbseinkommen, Wohngeld etc.).

Die Einkommensgrenze wird individuell ermittelt. Grundsätzlich ist jedoch bei einer alleinstehenden Person von einem Betrag von 832,00 € zuzüglich angemessene Kosten der Unterkunft (ohne Heizkosten) auszugehen und bei Ehepaaren bzw. eheähnlichen Gemeinschaften von einem Betrag von 1.124,00 € zuzüglich angemessene Kosten der Unterkunft (ohne Heizkosten).

Bei Bewohnern von Wohngemeinschaften wird aufgrund der Rund-um-die-Uhr-Betreuung ein Regelsatz von derzeit 416,00 € zugrunde gelegt.

Das Vermögen ist die Gesamtheit aller in Geld bewertbaren Güter einer Person (z.B. Rückkaufswerte von Lebens- und Sterbeversicherungen, Sparbücher, Sparverträge, Bausparverträge, Aktien, Girokontoguthaben, Auto etc.).

Die Vermögensfreigrenze für eine alleinstehende Person liegt derzeit bei 5.000 € und für Ehepaare bzw. eheähnliche Gemeinschaften bei 10.000 €.

Beträge, die über die Vermögens- und Einkommensgrenze hinausgehen, sind vorrangig zur Deckung der beantragten Hilfeleistung einzusetzen.

Verfahren:

Für die Leistungsgewährung nach dem SGB XII ist die Aufnahme eines formellen Grundantrages erforderlich. Zur Anspruchsüberprüfung und ggf. anschließender Aufnahme des Grundantrages vereinbaren Sie bitte vorab telefonisch einen Termin mit Ihrem entsprechenden Sachbearbeiter.

Wichtig!!

Bitte beachten Sie, dass die Hilfe zur Pflege erst ab dem Tag des Bekanntwerdens gezahlt werden kann.

Es ist daher in Ihrem eigenen Interesse Ihren Sachbearbeiter rechtzeitig, auch telefonisch, zu informieren.

Buchstabe  Name Telefon
A - Li Frau Mertens   17-6755
Lj - R Frau Popil 17-6794
S  - Z Frau Dreifke 17-6753